Malte Josh Wagenbach : Wegbereiter

Wann wurde es normal, krank zu sein?

Ein Symptom ist ein körperliches oder geistiges Merkmal, das einen Zustand einer Krankheit beschreibt. Das Symptom ist für den Patienten oft unerwünscht oder zumindest abnormal. Und Krankheit ist, wenn wir aus dem Gleichgewicht der natürlichen Ordnung fallen und unsere Fähigkeiten nicht mehr funktionieren.

Aber was ist, wenn das Symptom oder Leiden – welches die Krankheit wiederspiegelt – sozial als akzeptabel oder sogar gewünscht wird (aufgrund von Popularität, Medien, Influencern usw…)? Ab welchem ​​Zeitpunkt sind wir nicht mehr dazu bereit, den Kurs zu korrigieren?

Schauen wir uns ein paar hypothetische Szenarien an:

Eine Person, nennen wir Sie Claire,  wird plötzlich von der Spiritualität überwältigt. Sie hört auf Fleisch zu essen, und wechselt auf eine pflanzliche Diät, Claire macht jeden Tag Yoga und verkündet,  dass wir die Erde von uns selbst retten müssen.

Je nachdem welcher Kultur oder sozialen Gruppe du angehörst, du wirst immer eine Claire finden. Sieh dich um…

Aber sind das nicht Anzeichen für eine Krankheit, eine Sucht oder chronisches Leiden? Wie und wann sind wir mit unserer natürlichen Ordnung aus dem Gleichgewicht geraten?

Das spirituelle Beispiel ist für mich besonders interessant, denn während die Spiritualität für Einzelpersonen sehr positiv ist, gibt es Lebensstile, Cliquen und Verhaltensweisen, die mit ihnen kommen. In diesem Moment wirkt es in der Gruppe normal doch von außen betrachtet als untypisch. Ist das bereits ein Zeichen für eine Krankheit?

Hier besteht natürlich eine Gefahr jeden Gedanken, jedes Wort und jedes Verhalten behandeln zu wollen, als ob es ein Symptom einer Krankheit wäre. Aber es lohnt sich auch, darüber nachzudenken, was die meisten Menschen tun.

Sind diese Verhaltensweisen normal? Sind sie gesund?

Oder sind diese es doch nur Symptome, was darauf hinweisen würde, dass wir mit der natürlichen Ordnung aus dem Gleichgewicht geraten sind, oder?

„Es ist kein Anzeichen von seelischer Gesundheit, an eine zutiefst gestörte Gesellschaft angepasst zu sein.“ Krishnamurti



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