Malte Josh Wagenbach : Wegbereiter

60h Wasserfasten – meine Erfahrung

Im letzten Jahr habe ich mit TRF (Time restricted Feeding) gestartet. Etwas mehr verbreitet ist der Begriff Intermediates fasten. Aber es hat mit Heilfasten nicht direkt etwas zu tun, daher finde ich den Begriff TRF der von einigen Medizinern auch verwendet treffender.

Während dieser Zeit kam es immer mal wieder vor 20 oder 24h auf Essen verzichtet zu haben. Die Vorteile von längeren Fastentagen sind enorm und als ich ein Podcast mit Jack Dorsey hörte, in dem er sagte er faste regelmäßig 60-72h wollte ich auch mal länger fasten. Im Herbst und Winter letzten Jahres habe ich viel Informationen übers Fasten und Wellbeing gelesen. Peter Attia war mir hier eine riesige Hilfe was das Thema Wohlbefinden und Fasten angeht. Für mich ohne ärztliche Unterstützung wäre eine Fastenwoche zu lang und daher entschied ich mich erstmal für 60 Stunden.

Einige in meinem Freundeskreis haben mir ebenfalls von den Vorteilen und Erfahrungen berichtet und das eine Woche fasten das beste war was sie bisher gemacht haben. In der Naturheilkunde ist fasten einer der effektivsten Wege, um chronische Krankheiten zu heilen.

Es gab ihnen auch geistige Klarheit und absoluten Fokus, was mich neugierig machte, es zu versuchen.

Also da ich schon häufiger 24 Stunden gefastet hatte, dachte ich es macht Sinn direkt 60 Stunden lang zu fasten.

Der erste Tag war ziemlich entspannt, Alltag, Yoga und viel gelesen. Wie gesagt die ersten 24h waren nie ein Problem bei mir.

Der zweite Tag, hier habe ich mich total übernommen. Warum? Ich dachte es wäre eine gute Idee, zum CrossFit zu gehen und mich zwei Stunden auszupowern.

Schlechte Idee, das Training war gut aber nachmittags bin ich quasi in ein Loch gefallen.

Müde, wenig Energie, einfach alles niedrig und trotzdem eine gewisse Klarheit. Komisches Gefühl.

Gegen Abend konnte ich meinen Magen knurren spüren, aber es war nicht unerträglich.

Das erste Mal das ich wirklich auch ein Hungergefühl verspürte.

Am nächsten Tag wurde es wirklich schwierig.

Ich hatte tierischen Muskelkater und dachte es wäre gut einen kleinen Recovery Run zu machen.

Wieder keine super Entscheidung gewesen, es war weit entfernt von meiner normalen Zeit.

Meine Energie war auf einem niedrigen Level und mein Gemüt pendelte zwischen allen Emotionen.

Gegen Abend wurde ich produktiver, ich habe es geschafft meinen Newsletter zu schreiben, zu lesen und noch einen Vortrag zu hören. Im Vergleich zu Vortag sehr gut. Zusätzlich fühlte ich mich wesentlich fokussierter beim schreiben und lernen.

Beim einschlafen verging die Zeit noch langsamer als sonst. Mein Herz schlug gefühlt extrem langsam und ich war nicht wirklich müde. Besonders Abends dachte ich daran das fasten zu brechen, da ich nicht einschlafen konnte und davon überzeugt war, durch einen Snack oder Essen könnte ich einschlafen.

Aber mein Ego war etwas stärker und ich habe mich davon überzeugt nichts zu essen. Am Morgen fühlte ich mich immer noch schlapp und nach 60 Stunden ohne Essen, habe ich mir einen Kaffee gekocht und mein Porridge gemacht.

Ich glaube ich habe in den Tagen so 1-2 kg an Masse (hauptsächlich wohl Wasser) verloren, war sichtbar schlanker. Aber das war nicht das Ziel des fasten.

Was kannst du daraus lernen?

Disziplin ist gut. Ich bin super froh, dass ich die Selbstkontrolle hatte, nicht zu essen und dass ich das auch in anderen Bereichen meines Lebens tun kann. Kurzfristig keine Disziplin zu haben, ist in Ordnung, aber die langfristige Belohnung daraus führt dich wahrscheinlicher in die Richtung in die du gerne gehen möchtest.

Nachdem ich vieles übers fasten gelesen habe, ist es doch immer ganz anders es selbst zu machen. Man muss auf seinen Körper hören, auch wenn andere beim fasten Sport machen, heißt das nicht das du es auch kannst. Man muss seinen eigenen Weg finden. Das trifft auf das Thema Gesundheit zu, aber auch für das gründen eines Unternehmens. Der beste Weg, Wissen wirklich zu verinnerlichen, ist, es selbst zu erfahren.

Wie man sich aufs Fasten vorbereitet

Ein mehrtägige Fasten (Wasserfasten) hat erhebliche gesundheitliche Vorteile (Ketosis, Autophagy, Gewichtsabnahme, Reinigung etc.) Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch erhebliche Risiken bestehen. Für die meisten Erwachsenen sollte es sicher sein, aber wenn du daran denkst, länger als 24 Stunden zu fasten, wende dich bitte an einen Arzt.

Sobald du dich mit einem Arzt über deine Eignung für eine dreitägige Fastenkur beraten hast, beginne mit einem Plan, der dir hilft, deinen Körper auf den Schock vorzubereiten, den du gleich durchmachen wirst.

Eine Schlüsselfrage, die man sich stellen muss:

Bist du nach bestimmten Lebensmitteln süchtig? Beispiele dafür sind Zucker, Koffein, Alkohol und Zigaretten. Wenn du süchtig bist, solltest du in den Wochen vor dem Fasten den Konsum dieser Mittel schrittweise reduzieren.

Dasselbe gilt für alle Arten von verarbeiteten und gebratenen Lebensmitteln, Milchprodukten und Fleisch. In den Tagen vor dem Fasten solltest du den Konsum dieser Produkte reduzieren.

Schließlich sollst du 3 bis 4 Tage vor dem Fasten deine Ernährung auf Mischkost und nur gekochtes Gemüse umstellen. Fleisch und Milchprodukte könntest du immer noch essen, aber es ist ratsam, deren Konsum zu reduzieren.

Ich möchte die Bedeutung der Vorbereitungszeit hervorheben. Ich habe sie wie du bemerkt hast nicht eingehalten und bin in den schnellen kalten Entzug gegangen. Und das hat mich wertvolle Zeit gekostet.

Fastenbrechen (die ersten 1 bis 3 Tage)

Breakfast = break the fast, daher kommt auch der englische Begriffe Breakfast 🙂 Nach der Fastenkur wirst du hungrig sein. Du solltest der Versuchung widerstehen, eine große Mahlzeit oder irgendein Junkfood zu essen, auch Porridge war nicht die optimale Lösung.

Dein Körper und besonders der Darm ist noch nicht bereit, Nahrung wieder zu verdauen. Es braucht Zeit, um sich wieder anzupassen.

Denke an die folgenden Tipps:

Würde ich es wieder tun?

Ja, ich plane, nur alle zwei Wochen im Monat 24 Stunden zu fasten. Ich habe auch vor, einmal im Quartal 3 Tage zu fasten. Aber mit einer besseren Vor- und Nachbereitung.

Den Fokus und die Klarheit den ich verspürte war bereits ein mentaler Erfolg, beim nächsten Mal möchte ich auch andere gesundheitliche Vorteile kennenlernen. Gerne auch mit euch zusammen und wir machen hier eine Erfahrungsgruppe draus.

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60h Wasserfasten - meine Erfahrung
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60h Wasserfasten - meine Erfahrung
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48 Stunden Wasserfasten oder gar 60 Stunden? Was sind die Vorteile von Heilfasten und co? Wie können wir durch fasten und die richtige Ernährung länger und gesünder leben?
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